Europa in Zahlen- 20 Jahre Osterweiterung
Vor zwanzig Jahren sind zehn Länder der Europäischen Union beigetreten: Estland, Lettland und Litauen, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Der Jahrestag, der am 1.Mai war, ist ein guter Anlass, sich die anschließende Entwicklung bis heute in Zahlen genauer anzuschauen:
Insgesamt 26 Millionen neue Arbeitsplätze sind seitdem in der gesamten EU entstanden. 6 Millionen davon in den zehn damals neu dazugekommenen Ländern. Über 2,7 Millionen junge Menschen aus diesen zehn Ländern haben seit 2004 am Programm Erasmus+ teilgenommen. Die Lebenserwartung der Menschen in diesen Ländern ist von 75 auf inzwischen 79 Jahre gestiegen, damit schließt sich langsam die Lücke zum EU-Durchschnitt von 81 Jahren. Und der Anteil derjenigen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, ist von 68 Prozent auf 89 Prozent gestiegen.
In den vergangenen 20 Jahren ist die Wirtschaft der EU trotz eines weltweiten Wirtschaftsabschwungs um 27 Prozent gewachsen. Die Länder, die 2004 EU-Mitglieder wurden, haben ein erhebliches Wirtschaftswachstum erlebt: Beispielsweise haben sich die polnische und die maltesische Wirtschaft mehr als verdoppelt. Die Slowakei ist um 80 Prozent gewachsen. Das durchschnittliche Pro-Kopf-BIP stieg von 59 Prozent des EU-Durchschnitts im Jahr 2004 auf 81 Prozent im Jahr 2022. Estland hat eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Bruttonationaleinkommens (BNE) von mehr als 8 Prozent, Polen, die Slowakei, Malta und Lettland im Durchschnitt mehr als 7 Prozent. Sieben der zehn neuen Mitglieder haben mittlerweile den Euro als Währung übernommen.
Die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedstaaten hat die Wirtschaftsmacht der EU weltweit gestärkt: Ein größerer Binnenmarkt hat die Europäische Union zu einem noch attraktiveren Handelspartner gemacht, mit neuen Chancen im Ausland. Seit 2004 hat unser internationaler Handel um 3 Billionen Euro zugenommen und 2023 einen Wert von 5 Billionen Euro erreicht.
In den vergangenen 20 Jahren ist es der EU auch gelungen, die Energieeffizienz ihrer Wirtschaft zu verbessern. EU-weit konnte die Energieintensität der Wirtschaft um fast 33 Prozent gesenkt werden, in den zehn dazugekommenen Mitgliedstaaten sogar um mehr als 40 Prozent.
Quelle: Nachrichten der EU-Kommission in Deutschland
(BHI NL 05/2024)