EU-Maßnahme gegen Geldwäsche: ab 10.000,00 Euro keine Barzahlung mehr?
Mehr als 10.000,00 Euro in bar zu bezahlen, könnte in Zukunft nicht mehr möglich sein. In Deutschland gibt es – anders als in vielen anderen EU-Ländern – noch keine Bargeldobergrenze. Das EU-Parlament hat nun einen Beschluss gefasst, der EU-weit für einheitliche Regeln sorgen soll. Kritik kommt vom Kfz-Gewerbe, aber auch von Gold- und Silberschmieden. Für sie sind größere Barzahlungen keine Ausnahme.
Braucht Deutschland eine Bargeldobergrenze? Beim Gebrauchtwagenkauf wird oftmals auch bei Summen von über 10.000,00 Euro bar bezahlt. Das wäre dann legal nicht mehr möglich.
Die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten haben bereits eine Bargeldobergrenze, die bei 10.000,00 Euro oder sogar darunter liegt. Darüberhinausgehende Einkäufe dürfen nicht mehr bar bezahlt werden. Dies soll nach dem Willen des Europaparlaments künftig europaweit gelten. Es hat neue Regelungen für eine Bargeldobergrenze nun beschlossen. Zwar müssen die EU-Mitgliedsstaaten noch zustimmen. Doch das gilt als Formsache.
Gelten sollen die neuen Regeln Parlamentsangaben zufolge grundsätzlich drei Jahre nach Inkrafttreten. Deutschland hat sich bisher einer Einführung eher kritisch gegenüber gezeigt. Allerdings steht und noch nicht abschließend fest, wie sich die Bundesregierung nun positioniert. Prinzipiell wäre auch eine niedrigere Bargeldhöchstgrenze denkbar. Denn diese Möglichkeit haben die Mitgliedsstaaten bekommen. Zwei Handwerksverbände sprechen sich gegen eine Einschränkung des Barzahlungsverkehrs aus.
Quelle und vollständiger Artikel
(BHI NL 05/2024)