Entsendung, Grenzkontrollen, Einreise
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Coronavirus - Auswirkungen auf Auslandsaufträge

Bitte beachten Sie, dass sich Regelungen in dieser dynamischen Situation kurzfristig ändern können und keine Gewähr für den hier bereitgestellten Informationsstand übernommen wird. Bitte verfolgen Sie zusätzlich zu nachfolgenden Informationen (Stand 10.08.2020) die Nachrichten der öffentlichen Sender und Pressemitteilungen.


Abwicklung von Auslandsaufträgen und Entsendungen

Bestimmungen aufgrund der aktuellen Corona-Situation können sich schnell ändern. Melden Sie sich am besten vor Beginn Ihres Auftrags noch einmal bei unseren Außenwirtschaftsberatern.

Unabhängig von aufgrund der Corona Pandemie eingeführten Beschränkungen (Grenzkontrollen, Einreiseverboten) gelten Meldepflichten, wenn Sie als Handwerksbetrieb einen Auftrag im Ausland ausführen. Wir informieren Sie gerne über gewerberechliche Bestimmungen (z.B. Dienstleistungsanzeige), die Entsendemeldung, notwendige Unterlagen vor Ort, etc.

Die vor Ort geltenden Hygienie- und Sicherheitsbestimmungen der einzelnen Länder sind einzuhalten.

Grenzkontrollen

Am 10.06.2020 hat Bundesinnenminister Seehofer in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen an den deutschen Binnengrenzen mit Ablauf des 15. Juni 2020 enden. Das betrifft die Grenzen zu Österreich, Frankreich, der Schweiz und Dänemark, sowie luftseitig zu Italien.

Die Grenzkontrollen im Luftverkehr zu Spanien endeten nach gemeinsamer Abstimmung in beiden Richtungen am 21. Juni 2020.

Einreisen aus EU-Staaten, den Schengen-assoziierten Staaten Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island sowie UK nach Deutschland sind ohne das Erfordernis eines triftigen Einreisegrundes wieder uneingeschränkt möglich.

Reisende müssen allerdings die jeweiligen Quarantäne-Bestimmungen der Bundesländer beachten.



Reisewarnung

Die weltweite Reisewarnung wurde für die meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) ab dem 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden. Für andere Länder gilt die Reisewarnung fort, vorerst bis zum 31.08.2020.

Ausnahmen bei europäischen Staaten:

  • Für Norwegen und Schweden soll die Reisewarnung am 15. Juli fallen. Vor Reisen nach Schweden wird aber aufgrund des Infektionsgeschehens abgeraten.
  • In Irland wurde die Reisewarnung am 15. Juni aufgehoben, aber vor Reisen wird aufgrund der Quarantänevorschriften abgeraten.

Die britische Regierung hat die Quarantäneverpflichtung für das Vereinigte Königreich für Reisende aus bestimmten Ländern, darunter Deutschland, zum 10. Juli 2020 aufgehoben, sofern sich die Reisenden in den 14 Tagen vor Einreise ausschließlich in diesen Ländern aufgehalten haben, die unter „Travel Corridors“ veröffentlicht sind.

Aktuelle Hinweise über die Einreisebedingungen finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Re-Open EU

In den meisten EU-Mitgliedstaaten ist seit dem 15. Juni freies Reisen ohne Grenzkontrollen und Beschränkungen der Freizügigkeit wieder möglich.

Die neue Webseite  „Re-Open EU“ der Europäischen Kommission beinhaltet aktuelle Informationen über Reisen und Urlaub in der EU, unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen und Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, wie Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken.



Rückkehr nach Deutschland - Quarantänepflicht für Einreisende

Aktueller Hinweis: Quarantäne nur noch bei Aufenthalten in einem Risikogebiet

In Bayern gilt bis zum 17. August 2020 eine Verordnung über Quarantänemaßnahmen für Einreisende.  Laut aktueller Einreise-Quarantäneverordnung gilt Folgendes:

Personen, die nach Bayern einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in eine 14-tägige häusliche  Quarantäne begeben und sich unverzüglich bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt oder kreisfreie Stadt) melden.

Die Risikogebiete werden vom Robert Koch-Institut eingestuft: Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete

Ausnahmen von der Quarantäne- und Meldepflicht sind im §2 der Einreise-Quarantäneverordnung geregelt.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen Fragenkatalog veröffentlicht, in dem Fragen zur die Quarantäneverordnung und mögliche Ausnahmen geklärt werden: Fragen zur Einreise-Quarantäneverordnung (EQV)

Hintergrund: Die Bundesregierung hatte am 6. April Quarantänemaßnahmen für Einreisende nach Deutschland vorgeschlagen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Im nächsten Schritt mussten die Bundesländer eine entsprechende Verordnung erarbeiten. Die bayerische Verordnung über Quarantänemaßnahmen für Einreisende zur Bekämpfung des Coronavirus trat am 10. April in Kraft, wurde seitdem mehrmals verlängert und geändert.

Aktueller Hinweis: Testpflicht bei Rückkehr aus Risikogebieten seit dem 08. August 2020

Alle Rückkehrer und Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen nach der Bundesverordnung zur Testpflicht von Einreisenden aus Risikogebieten seit dem 08. August 2020 einen negativen Corona-Test vorlegen können oder innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise einen Test machen.

Die Einführung der Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten lässt die Bestimmungen der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung vom 15. Juni 2020 (EQV) unberührt. Reiserückkehrer müssen solange in eine 14-tägige Quarantäne bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Von der Testpflicht ausgenommen sind Personen, die ohne Zwischenstopp durch ein Risikogebiet durchreisen.

Weitere Ausnahmen von der Testfpflicht sowie weitere Informationen finden Sie im Fragenkatalog des bayerischen Gesundheitsministeriums: Fragen zur Testpflicht für Reiserückkehrende aus Risikogebieten.



Tschechien

Informationen zu Tschechien haben wir ausführlich zusammengestellt unter Coronavirus - Aktuelle Situation in Tschechien.

Aktuelle Informationen erhalten Sie bei der Leiterin unserer Repräsentanz Tschechien in Prag.





Österreich

Die landesweiten verschärften Ausgangsbeschränkungen gelten seit dem 1. Mai 2020 nicht mehr.

Einreise nach Österreich

Aktuell sind Einreisen aus nachstehenden Ländern nach Österreich möglich ohne dass eine 10-tägige Quarantänepflicht entsteht, wenn die Personen sich in den letzten 10 Tagen nur in diesen Ländern oder in Österreich aufgehalten haben:

Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikan, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Für Einreisen nach Österreich von Personen, die nicht in eine der o.g. Personengruppen fallen und aus dem Schengenraum, aus  Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Rumänien, Russland, Serbien oder einem anderen Land gem. Liste nach Österreich reisen, gilt, dass diese einen negativen Coronavirus-Test (nicht älter als 72 Stunden ist) vorweisen müssen. Kann kein negativer Coronavirus-Test vorgelegt werden, ist eine 10-tägige Quarantäne anzutreten. Wird während dieser Quarantäne ein Coronavirus-Test gemacht und fällt dieser negativ aus, kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden.

Die Durchreise ist (ohne Zwischenstopp) erlaubt, sofern die Ausreise sichergestellt ist.

Warenverkehr

Die Gesundheitskontrollen sind abgeschafft. Bei zwei Lenkern ist der Mindestabstand von einem Meter im Fahrzeug zu beachten.

Fahrgemeinschaften zum Einsatzort

Seit 14. April soll bei der Fahrt zum Einsatzort zusätzlich zum Mindestabstand auch ein Mund- und Nasenschutz getragen werden.

Die gemeinsame Benutzung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, im Sinne von Fahrgemeinschaften sowie bei Taxifahrten und Fahrten taxiähnlicher Betriebe ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  • alle im Fahrzeug befindlichen Personen müssen eine Mund-Nasenschutz-Maske tragen
  • in jeder Sitzreihe dürfen einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden.
Allgemeine Hygienehinweise

Am 24. Juli wird der Mund-Nasen-Schutz, nach einem Anstieg bei den Neuinfektionen, wieder in Supermärkten, Bank- und Post-Filialen Österreichweit eingeführt. In öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich inkl. Apotheken war die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht nie abgeschafft.

Strengere Regelungen gibt es für die Bundesländer Kärnten und Oberösterreich: In Oberösterreich müssen Bürger und Touristen seit 9. Juli wieder einen Mund-Nasen-Schutz unter anderem beim Betreten von Geschäften und in Lokalen auf dem Weg zum Tisch tragen. In Kärnten gibt es seit 10. Juli eine zeitlich und örtlich begrenzte Maskenpflicht für Tourismus-Hotspots.

Weiterhin gelten die Grundregeln: Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, müssen mindestens einen Meter Abstand halten, Hände waschen, auf Händeschütteln verzichten, Masken tragen - wo das Abstand halten nicht möglich ist.

Bestimmungen auf Baustellen

Eine Handlungsanleitung der Wirtschaftskammer Österreich (siehe rechts) erklärt anschaulich die Maßnahmen auf Baustellen.



Schweiz

Die Schweiz beendete am 15. Juni 2020 die Einreisebeschränkungen gegenüber allen EU/EFTA-Mitgliedstaaten, inklusive dem Vereinigten Königreich. Seitdem gelten wieder die üblichen Regeln der Personenfreizügigkeit für grenzüberschreitende Tätigkeiten. Es bestehen keine Einschränkungen mehr im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus.

Wer Aufträge in der Schweiz ausführen möchte, muss grundsätzlich und derzeit für jede Tätigkeit 8 Tage vor Arbeitsbeginn eine Meldung beim SEM abgeben.



Frankreich

Personen aus den EU-Staaten dürfen seit dem 15. Juni 2020 ohne Einschränkungen nach Frankreich einreisen. Die Einreisebescheinigung („attestation de déplacement international dérogatoire“) muss nun nicht mehr vorgelegt werden.

Unabhängig von Corona müssen die bestehenden Meldepflichten bei einer Entsendung von Mitarbeitern beachtet werden. Sie haben Fragen dazu? Unsere Außenwirtschaftsberater unterstützen Sie gerne.



Polen

Polen hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern seit dem 13. Juni 2020 wieder geöffnet. Mit der Öffnung der Grenze entfällt auch die Pflicht sich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben. Die Einreise, Ausreise und Durchreise durch Polen ist somit wieder für alle Reisenden aus dem EU-Ausland uneingeschränkt möglich.

Bitte beachten Sie, dass es eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gibt, sofern der Sicherheitsabstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen Räumen.



Italien

Die italienische Regierung hatte zum 18.05.2020 eine stufenweise Lockerung der Einreisebeschränkungen je nach Herkunftsland bei nachgewiesenen Arbeitsbedürfnissen beschlossen.

Seit dem 3. Juni 2020 bestehen keine Reisebeschränkungen für alle Reisenden  aus den EU- Mitgliedsstaaten, den Schengen-Länder, Großbritannien und Irland.

Somit können nun auch Privatpersonen und Touristen ohne Einschränkungen nach Italien einreisen. Bei der Abwicklung von Aufträgen in Italien müssen kein Gründe für die Einreise mehr angegeben werden. Es ist weder eine Meldung an die Gesundheitsbehörden noch das Mitführen einer Eigenerklärung notwendig, auch die 72+48 Stundenregelung bzgl. Quarantäne ist gefallen.

Unabhängig von Corona müssen die bestehenden Meldepflichten bei einer Entsendung von Mitarbeitern beachtet werden. Sie haben Fragen dazu? Unsere Außenwirtschaftsberater unterstützen Sie gerne.



Aktuelle Informationen zu weiteren Ländern

Das bayerische Außenwirtschaftsportal informiert Sie zu aktuellen Entwicklungen und Anlaufstellen der einzelnen Länder und bietet eine Webinarreihe - Auslandsgeschäfte in Zeiten von Corona an.



Hinweis: Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten ist ausgeschlossen.



Unsere Außenwirtschaftsberater stehen Ihnen für Auskünfte zu Ihren individuellen Fragen gerne zur Verfügung.




Weiterführende Internetseiten

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI):  

Bundespolizei:

Bundesgesundheitsministerium:











Auswärtiges Amt:

Robert Koch Institut (RKI):



























































Ansprechpartnerin zu Tschechien:

Irena Novotná
Leiterin der Repräsentanz Tschechien

Tel. +420 221 490 316
i.novotna@bh-international.de



Deutsche Handelskammer in Österreich:

Bundesministerium für Inneres:

Wirtschaftskammer Tirol:




































Wirtschaftskammer Österreich:



Handelskammer Deutschland Schweiz:

Weitere Auskünfte finden Sie im Fragenkatalog des Staatssekretariats für Migration SEM.

Meldeverfahren SEM



Weitere Informationen finden Sie unter:





Weitere Informationen  finden Sie unter:





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